China Panorama
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Zuletzt geprüft: 08.2026

Die geografische Lage Chinas

Drei Kartenebenen im direkten Vergleich – Höhenrelief, Klimazonen und Koordinatenraster – ergänzt um die wichtigsten geografischen Eckpunkte des Landes.

Zuletzt geprüft: 2026-07-31

KI-generiert

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Lage und Ausdehnung

China erstreckt sich zwischen etwa 73° und 135° östlicher Länge sowie 18° und 54° nördlicher Breite – vom Pamir-Gebirge im Westen bis zum Zusammenfluss von Heilongjiang und Wusuli-Fluss im Osten, von der subtropischen Insel Hainan im Süden bis zu den sibirisch geprägten Wäldern um Mohe im Norden. Mit rund 9,6 Millionen km² ist China flächenmäßig der drittgrößte oder viertgrößte Staat der Erde (je nach Berechnungsmethode für Territorialgewässer) – und trotz dieser Ost-West-Ausdehnung von rund 5.000 km gilt landesweit nur eine Zeitzone, die Pekinger Zeit (UTC+8).

Höhenprofil: die Drei-Stufen-Treppe

Chinas Relief lässt sich als dreistufige Treppe beschreiben, die von Südwesten nach Nordosten abfällt:

  • Stufe 1 – Tibetisches Hochland: im Schnitt 4.000–5.000 m hoch, das „Dach der Welt“, mit dem Mount Everest als höchstem Punkt (8.849 m).
  • Stufe 2 – Becken und Mittelgebirge: etwa 1.000–2.000 m, u. a. das Sichuan-Becken, das Tarim-Becken und die Innere Mongolei.
  • Stufe 3 – Tiefebenen und Küste: überwiegend unter 500 m, hier leben die meisten Menschen Chinas, u. a. in den Ebenen entlang von Jangtse und Gelbem Fluss.

Der tiefste Punkt liegt mit −154 m in der Turpan-Senke in Xinjiang – einer der heißesten Orte Chinas im Sommer. Mehr zu den einzelnen Gipfeln, Seen und Flüssen dieser drei Stufen findest du in unserer Übersicht zu Chinas Bergen, Seen und Flüssen.

Klimazonen

Wegen seiner Größe und des starken Höhenunterschieds hat China nahezu jede Klimazone der gemäßigten und subtropischen Breiten: tropisches Monsunklima im äußersten Süden (Hainan), subtropisch-humides Klima im Süden und an der mittleren Ostküste, gemäßigtes Monsunklima im Nordosten und um Peking, trocken-kontinentales Klima und Steppenklima im Nordwesten, Wüstenklima in Teilen Xinjiangs sowie das kühle Hochlandklima auf dem Tibetischen Hochland. Diese Vielfalt erklärt, warum eine Reise von Harbin im Winter (bis −30 °C) und eine Reise nach Sanya im selben Monat (meist über 20 °C) klimatisch kaum unterschiedlicher sein könnten. Welche Monate für welche Region am angenehmsten sind, zeigt unsere Klimatabelle zur besten Reisezeit für China.

Chinas Größe im Vergleich: Deutschland und Europa

Mit rund 9,6 Millionen km² Fläche ist China etwa 27-mal so groß wie Deutschland (357.000 km²) und erstreckt sich in Ost-West-Richtung über fünf Zeitzonen-Breiten – landesweit gilt dabei aber nur eine einzige Zeitzone, die Pekinger Zeit (UTC+8).

Warum nutzt China nur eine Zeitzone?

Aus politischen und administrativen Gründen gilt seit 1949 landesweit nur die Pekinger Zeit (UTC+8) – auch im rund 3.000 km entfernten Xinjiang im Westen, wo die Sonne dadurch erst gegen Mittag „richtig“ aufgeht.

Live-Uhrzeit, Zeitunterschied zu Deutschland und eine interaktive Karte der fünf natürlichen Sonnenzeiten:Wie spät ist es in China? →

Geografische Eckpunkte im Detail

Mount Everest (Qomolangma)

Mit 8.849 m der höchste Punkt Chinas und der Erde, an der Grenze zu Nepal. Alpines Klima, ganzjährig Schnee und Gletscher.

Turpan-Senke

Mit -154 m der tiefste Punkt Chinas, in Xinjiang. Extremes Wüstenklima mit Sommertemperaturen über 40 °C.

Tibetisches Hochland

Durchschnittlich 4.000–5.000 m hoch, das größte Hochplateau der Erde – das „Dach der Welt“. Kaltes Hochlandklima.

Mohe

Nördlichste Stadt Chinas, nahe der russischen Grenze. Kaltgemäßigtes bis subarktisches Klima, Winter bis −50 °C.

Sanya

Südlichster größerer Küstenort, auf der Insel Hainan. Tropisches Monsunklima, ganzjährig warm.

Kashgar

Westlichste Großstadt Chinas, tausende Kilometer von jedem Meer entfernt. Extremes Kontinentalklima.

Fuyuan

Östlichster Punkt Chinas, am Zusammenfluss von Heilongjiang und Wusuli-Fluss. Hier geht in China die Sonne zuerst auf.

Geodätischer Nullpunkt (Jingyang)

Der amtliche geodätische Vermessungs-Nullpunkt Chinas, in der Provinz Shaanxi.

Sichuan-Becken (Chengdu)

Tiefliegendes, dicht besiedeltes Becken, umgeben von Gebirgen. Feuchtes, oft bewölktes Klima.

Tianjin / Bohai-Küste

Repräsentativ für die gemäßigte Monsunklimazone Nordchinas an der Bohai-Küste.

Peking

Hauptstadt Chinas, rund 22 Millionen Einwohner, auf 39,9° nördlicher Breite in der gemäßigten Monsunklimazone Nordchinas.

Shanghai

Bevölkerungsreichste Stadt Chinas (rund 25 Millionen Einwohner), wichtigster Hafen- und Finanzstandort an der Mündung des Jangtse.

Guangzhou

Millionenmetropole im Perlflussdelta, subtropisches Klima, seit Jahrhunderten Chinas wichtigstes Tor für den Außenhandel.

Eigene Auswahl bekannter geografischer Referenzpunkte Chinas (Höhenextreme, Klimazonen-Beispiele, geografische Eckpunkte). Positionen sind Näherungen auf Basis der realen Koordinaten, berechnet über dieselbe Albers-Projektion wie die Kartenserie.

FAQ

Wie groß ist China im Vergleich zu Deutschland?

China ist mit rund 9,6 Millionen km² etwa 27-mal so groß wie Deutschland (357.000 km²) und erstreckt sich über fünf Zeitzonen-Breiten, nutzt aber landesweit nur eine einzige Zeitzone (UTC+8).

Warum gibt es in China nur eine Zeitzone?

Aus politischen und administrativen Gründen gilt seit 1949 landesweit die Pekinger Zeit (UTC+8) – auch im rund 3.000 km entfernten Westen (Xinjiang), wo die Sonne dadurch erst gegen Mittag "richtig" aufgeht.

Was bedeutet die "Drei-Stufen-Treppe" (三级阶梯)?

Ein Bild aus der chinesischen Geografie-Lehre: Das Relief fällt von West nach Ost in drei großen Stufen ab – vom Tibetischen Hochland (Stufe 1, im Schnitt 4.000 m+) über Becken und Mittelgebirge (Stufe 2, 1.000–2.000 m) bis zu den Tiefebenen und der Küste im Osten (Stufe 3, unter 500 m).

Passend dazu: Chinas Berge, Seen und Flüsse →