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Zuletzt geprüft: 08.2026

Chinas Berge, Seen und Flüsse

Drei Kartenebenen im direkten Vergleich – Gebirge, Seen und Flüsse – ergänzt um Hintergrundwissen zu den wichtigsten Landschaftsmerkmalen Chinas.

Zuletzt geprüft: 2026-07-31

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Chinas Gebirge: Himalaya, Kunlun, Tianshan und die Fünf Heiligen Berge

Elf große Gebirgszüge gliedern das Land: Der Himalaya im Südwesten trägt mit dem Mount Everest (8.849 m) den höchsten Punkt der Erde, gefolgt vom K2 im Karakorum als zweithöchstem Berg der Erde. Nach Norden schließen sich Kunlun, Tanggula, Qilian, Tian Shan und Altai an, die Tibet und Xinjiang in ihre großen Hochländer und Wüstenbecken gliedern. Im Westen und Südwesten prägt das zerklüftete Hengduan-Gebirge tiefe Flusstäler, u. a. mit dem heiligen, nie bestiegenen Meili (6.740 m). Im dicht besiedelten Osten trennen Qinling und Nanling das Land klimatisch in Nord und Süd, während Taihang- und Greater-Khingan-Gebirge den Übergang zu den nordöstlichen Tiefebenen markieren. Dort liegen auch niedrigere, aber kulturell zentrale Gipfel: die traditionell als „Fünf Heilige Berge“ (五岳) verehrten Taishan, Huashan, Hengshan (Nord und Süd) und Songshan, dazu die für ihre Landschaft und Kultur bekannten UNESCO-Berge Huangshan, Emei, Wutai, Lushan und Wuyi sowie der vulkanische Grenzberg Changbai im Nordosten.

Himalaya

Der Himalaya ist das höchste Gebirge der Erde, an der Grenze zu Nepal und Indien. Hier liegt mit dem Mount Everest (8.849 m) der höchste Berg der Erde; im benachbarten Karakorum steht mit dem K2 (8.611 m) der zweithöchste – er gilt als technisch schwierigster und gefährlichster der 8.000er. Diese Region bildet die höchste der drei großen Reliefstufen Chinas – mehr dazu auf unserer Seite zur geografischen Lage Chinas.

Kunlun

Der Kunlun ist eines der längsten Gebirgssysteme Asiens und durchzieht Westchina über rund 3.000 km.

Tianshan

Das „Himmelsgebirge“ Tianshan trennt in Xinjiang das Tarim- vom Dsungarei-Becken. Sein höchster Gipfel ist der Tomur (Pik Pobeda) mit 7.439 m, an der Grenze zu Kirgistan.

Die Fünf Heiligen Berge Chinas (五岳)

Fünf traditionell besonders verehrte Berge, an denen chinesische Kaiser dem Himmel und der Erde opferten – je einer für Osten, Westen, Süden, Norden und die Mitte.

Taishan (Ost)

1.545 m, in Shandong – der bedeutendste der Fünf Heiligen Berge, seit der Antike Ort kaiserlicher Himmelsopfer.

Huashan (West)

2.154 m, in Shaanxi – berühmt für seine extrem steilen Wanderpfade.

Hengshan Süd

1.300 m, in Hunan.

Hengshan Nord

2.017 m, in Shanxi.

Songshan (Mitte)

1.512 m, in Henan – an seinem Fuß liegt das Shaolin-Kloster.

Die größten Seen Chinas: Qinghai, Poyang, Dongting

Chinas größte Seen liegen in zwei sehr unterschiedlichen Zonen: Im abflusslosen Hochland Qinghais liegt mit dem Qinghai-See der größte See des Landes – ein Salzsee auf rund 3.200 m Höhe, umgeben von weiteren Hochlandseen wie dem heiligen Namtso in Tibet. Im wasserreichen mittleren und unteren Jangtse-Gebiet dagegen liegen die großen Süßwasserseen Poyang, Dongting, Taihu und Chaohu, die saisonal als natürliche Hochwasserpuffer für den Jangtse wirken. Der Westsee in Hangzhou ist zwar deutlich kleiner, dafür aber als UNESCO-Welterbe und zentrales Motiv der chinesischen Landschaftsmalerei und -dichtung von großer kultureller Bedeutung – ähnlich wie der Erhai-See bei Dali und der Dianchi bei Kunming im Südwesten. Im Nordosten liegen zudem der Grenzsee Hulun und der vulkanische Kratersee Tianchi auf dem Changbai. Auf den großen Höhen im Hochland schwankt das Klima stark nach Jahreszeit – welche Monate sich dort am ehesten eignen, zeigt unsere Klimatabelle zur besten Reisezeit für China.

Qinghai-See

Größter See Chinas (Salzsee), auf rund 3.200 m Höhe im Hochland von Qinghai.

Poyang-See

Größter Süßwassersee Chinas, in Jiangxi am Unterlauf des Jangtse.

Dongting-See

Historisch einer der größten Süßwasserseen Chinas, in Hunan; wichtiges Rückhaltebecken für Hochwasser des Jangtse.

Chinas Flüsse: Jangtse, Gelber Fluss, Perlfluss

Zwei Flusssysteme prägen China: der Jangtse (Chang Jiang), mit rund 6.300 km der längste Fluss Asiens, der Zentral- und Ostchina von West nach Ost durchquert und an dem mit dem Drei-Schluchten-Damm das größte Wasserkraftwerk der Welt steht – gespeist u. a. von den Nebenflüssen Xiang und Gan sowie verbunden mit Peking über den historischen Kaiserkanal; und der Gelbe Fluss (Huang He) mit seiner markanten Ordos-Schleife in der Inneren Mongolei, kürzer, aber als „Mutterfluss“ der chinesischen Zivilisation von zentraler kultureller Bedeutung. Im Süden prägt der Perlfluss das wirtschaftlich wichtige Perlflussdelta um Guangzhou, Shenzhen und Hongkong; im Nordosten bildet der Heilongjiang (Amur) mit seinem Nebenfluss Songhua über weite Strecken die Grenze zu Russland. Im Westen entwässert der abflusslose Tarim die Wüste Taklamakan, während Yarlung Tsangpo, Nu/Salween und Lancang/Mekong in Tibet und Yunnan entspringen und als Brahmaputra, Salween und Mekong erst außerhalb Chinas münden.

Jangtse

Der längste Fluss Asiens (ca. 6.300 km). Bei den Drei Schluchten steht der Drei-Schluchten-Damm, das größte Wasserkraftwerk der Welt.

Gelber Fluss

Gilt als „Mutterfluss“ der chinesischen Zivilisation; der Hukou-Wasserfall ist sein größter Wasserfall.

Perlfluss

Wichtigstes Flusssystem Südchinas, mündet bei Guangzhou/Hongkong ins Südchinesische Meer.

Alle Berge, Seen und Flüsse im Detail

Gebirge

Himalaya

Höchstes Gebirge der Erde, an der Grenze zu Nepal und Indien – hier liegt der Mount Everest.

Kunlun

Eines der längsten Gebirgssysteme Asiens, durchzieht Westchina über rund 3.000 km.

Tianshan

Das „Himmelsgebirge“ trennt in Xinjiang das Tarim- vom Dsungarei-Becken.

Qilian

Grenzgebirge zwischen dem Tibetischen Hochland und dem Hexi-Korridor der alten Seidenstraße.

Altai

Grenzgebirge im äußersten Nordwesten, berührt Russland, die Mongolei und Kasachstan.

Qinling

Wichtigste Nord-Süd-Klimascheide Chinas – trennt das subtropische Südchina vom gemäßigten Norden.

Großes Khingan-Gebirge

Waldreiches Gebirge im Nordosten, historisch Grenzraum zur Mongolei.

Taihang-Gebirge

Steiler Gebirgsrand zwischen der Nordchinesischen Tiefebene und dem Lössplateau.

Hengduan-Gebirge

Zerklüftetes Gebirge in Yunnan und Sichuan mit tiefen Flusstälern – Mekong, Salween und Jangtse verlaufen hier eng nebeneinander.

Tanggula-Gebirge

Grenzgebirge zwischen Tibet und Qinghai, mit einer der Quellregionen des Jangtse.

Nanling-Gebirge

Südchinesisches Gebirge, trennt das Perlfluss- vom Jangtse-Becken.

Mount Everest (Qomolangma)

8.849 m, höchster Berg der Erde, im Himalaya an der Grenze zu Nepal.

K2

8.611 m, zweithöchster Berg der Erde, im Karakorum – gilt als technisch schwierigster und gefährlichster der 8.000er.

Gongga (Minya Konka)

7.556 m, höchster Berg Sichuans, im Hengduan-Gebirge.

Tomur (Pik Pobeda)

7.439 m, höchster Gipfel des Tianshan, an der Grenze zu Kirgistan.

Meili (Kawagebo)

6.740 m, heiliger Berg im Hengduan-Gebirge – aus religiösen Gründen bislang nie offiziell bestiegen.

Jade Dragon (Yulong Xueshan)

5.596 m, beliebtes Ausflugsziel bei Lijiang in Yunnan.

Mount Huang (Huangshan)

1.864 m, UNESCO-Welterbe in Anhui, berühmt für Wolkenmeer und knorrige Kiefern.

Emei

3.099 m, einer der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus, UNESCO-Welterbe.

Wutai

3.061 m, einer der vier heiligen Berge des chinesischen Buddhismus, UNESCO-Welterbe.

Lushan

1.474 m, UNESCO-Welterbe in Jiangxi, bekannt für seine Kultur- und Villenlandschaft.

Wuyi

2.158 m, UNESCO-Welterbe in Fujian, Ursprungsregion des Wuyi-Oolong-Tees.

Changbai

2.744 m, Vulkanberg an der Grenze zu Nordkorea, mit dem Kratersee Tianchi.

Mount Tai (Taishan)

1.545 m, Ost-Berg der „Fünf Heiligen Berge“ (五岳) und deren bedeutendster – seit der Antike Ort kaiserlicher Himmelsopfer.

Mount Hua (Huashan)

2.154 m, West-Berg der „Fünf Heiligen Berge“, berühmt für seine extrem steilen Wanderpfade.

Mount Heng (Hunan)

1.300 m, Süd-Berg der „Fünf Heiligen Berge“.

Mount Heng (Shanxi)

2.017 m, Nord-Berg der „Fünf Heiligen Berge“.

Mount Song (Songshan)

1.512 m, Zentral-Berg der „Fünf Heiligen Berge“, bei ihm liegt das Shaolin-Kloster.

Seen

Qinghai-See

Größter See Chinas (Salzsee), auf rund 3.200 m Höhe im Hochland von Qinghai.

Poyang-See

Größter Süßwassersee Chinas, in Jiangxi am Unterlauf des Jangtse.

Westsee (Hangzhou)

Berühmter Kultur- und Landschaftssee, UNESCO-Welterbe, zentrales Motiv der chinesischen Landschaftsmalerei und -dichtung.

Dongting-See

Historisch einer der größten Süßwasserseen Chinas, in Hunan; wichtiges Rückhaltebecken für Hochwasser des Jangtse.

Taihu

Drittgrößter Süßwassersee Chinas, im Jangtse-Delta zwischen Jiangsu und Zhejiang – wichtige Trinkwasserquelle für Shanghai und Suzhou.

Dianchi

Größter See der Provinz Yunnan, bei Kunming – bekanntes Beispiel für Chinas Programme zur Seesanierung.

Hulun-See

Einer der größten Seen Chinas, in der Inneren Mongolei nahe der russischen und mongolischen Grenze.

Khanka-See

Grenzsee zwischen China und Russland im äußersten Nordosten.

Chaohu

Einer der fünf großen Süßwasserseen Chinas, in Anhui nahe Hefei.

Hongze-See

Einer der großen Süßwasserseen Ostchinas, am Unterlauf des Huai-Flusses.

Erhai-See

Zweitgrößter Hochlandsee Yunnans, bei Dali – beliebtes Ausflugsziel.

Namtso

Einer der heiligen Seen des tibetischen Buddhismus, auf rund 4.700 m Höhe.

Baiyangdian

Größtes Feuchtgebiet Nordchinas, südwestlich von Peking.

Changbai Tianchi

Kratersee im Vulkan Changbai an der Grenze zu Nordkorea, entstanden nach einem historischen Vulkanausbruch.

Flüsse

Jangtse (Drei Schluchten)

Der längste Fluss Asiens (ca. 6.300 km). Bei den Drei Schluchten steht der Drei-Schluchten-Damm, das größte Wasserkraftwerk der Welt.

Hukou-Wasserfall (Gelber Fluss)

Der Gelbe Fluss gilt als „Mutterfluss“ der chinesischen Zivilisation; der Hukou-Wasserfall ist sein größter Wasserfall.

Perlfluss (Guangzhou)

Wichtigstes Flusssystem Südchinas, mündet bei Guangzhou/Hongkong ins Südchinesische Meer.

Heilongjiang/Amur (bei Heihe)

Bildet über weite Strecken die Grenze zwischen China und Russland.

Songhua-Fluss

Wichtigster Nebenfluss des Heilongjiang/Amur im Nordosten, durchfließt Harbin.

Liao-Fluss

Wichtigster Fluss der Liaoning-Ebene im Nordosten.

Gelber Fluss – Ordos-Schleife

Markante Flussschleife am Nordrand der Mongolei-Ebene, wo der Gelbe Fluss weit nach Norden ausschert, bevor er wieder nach Süden dreht.

Tarim-Fluss

Chinas längster Binnenfluss ohne Meeresabfluss – er versickert im Wüstenbecken Taklamakan.

Yarlung Tsangpo

Oberlauf des Brahmaputra in Tibet, einer der höchstgelegenen großen Flüsse der Erde.

Nu / Salween

Entspringt in Tibet und fließt durch Yunnan und Myanmar – einer der letzten weitgehend unverbauten großen Flüsse Asiens.

Lancang / Mekong

Chinesischer Oberlauf des Mekong, entspringt in Qinghai und durchquert Yunnan, bevor er als Mekong Südostasien durchfließt.

Huai-Fluss

Fluss zwischen Jangtse und Gelbem Fluss, gilt traditionell als Klima- und Kulturgrenze zwischen Nord- und Südchina.

Kaiserkanal

Ältester und längster künstlicher Kanal der Welt (Jing-Hang-Kanal), verbindet Peking mit Hangzhou.

Xiang-Fluss

Wichtigster Fluss Hunans, mündet in den Dongting-See.

Gan-Fluss

Wichtigster Fluss Jiangxis, mündet in den Poyang-See.

Eigene Auswahl bekannter Berge, Gebirgszüge, Seen und Flüsse Chinas (keine amtliche Quelle). Alle Positionen wurden direkt anhand der jeweiligen Bildvorlage (Gebirge/Seen/Flüsse) abgelesen, damit die Markierungen die dort eingezeichneten Symbole und Beschriftungen möglichst genau treffen.

FAQ

Was sind die „Fünf Heiligen Berge“ (五岳)?

Fünf traditionell besonders verehrte Berge, die in der chinesischen Kultur- und Kaisergeschichte eine zentrale Rolle spielen: Taishan (Ost, Shandong), Huashan (West, Shaanxi), Hengshan Süd (Hunan), Hengshan Nord (Shanxi) und Songshan (Zentrum, Henan). Kaiser opferten dort traditionell dem Himmel und der Erde.

Was ist der Unterschied zwischen dem Gelben Fluss und dem Jangtse?

Der Jangtse (Chang Jiang) ist mit rund 6.300 km der längste Fluss Asiens und durchquert Zentral- und Ostchina; an ihm liegen Chongqing, Wuhan, Nanjing und Shanghai. Der Gelbe Fluss (Huang He) ist kürzer, gilt aber als „Wiege der chinesischen Zivilisation“ und ist berüchtigt für seine Sedimentfracht und historische Überschwemmungen.

Warum ist der Qinghai-See ein Salzsee, der Poyang-See aber nicht?

Der Qinghai-See liegt abflusslos im Hochland (keine Verbindung zum Meer), sodass sich über Jahrtausende Salze angereichert haben. Der Poyang-See dagegen ist Teil des Jangtse-Flusssystems mit ständigem Wasseraustausch und bleibt daher Süßwasser.

Passend dazu: Die geografische Lage Chinas →